"Lika Bibileishvili ist ein Juwel unter den Pianisten der jungen Generation. Sie hat meine Klavierzyklen KOSMOS und BUCH DER STERNE mit einer brillanten Technik und einem sinnlichen Klang gespielt, der seinesgleichen sucht. Unter ihren Händen wird ein Klavier zu einem Feuerwerk." Wilfried Hiller
Der in Georgien geborene Pianist Lika Bibileishvili gehört zu den herausragenden Musikern ihrer Generation. In Batumi geboren, begann sie im Alter von vier Jahren mit dem Klavierspiel. Ihre musikalische Entwicklung war geprägt von ihrem außergewöhnlichen Talent und tief beeinflusst von den reichen Traditionen der georgischen Folklore und ihrer polyphonen Musik. Neben ihrem Klavierstudium trainierte sie ab ihrem vierten Lebensjahr im georgischen Nationalballett und trat später als Solistin auf. Dieses tiefe künstlerische Eintauchen in Musik, Tanz und georgische Kultur hat ihre musikalische Sensibilität, ihre Klangfarben und ihren rhythmischen Ausdruck in einzigartiger Weise geprägt.
Im Alter von zehn Jahren begann sie ihr Studium bei Nana Schaladse an der zentralen Musikschule des Konservatoriums in Batumi. Im Alter von nur zwölf Jahren gab sie ihr Debüt mit dem ersten Klavierkonzert von Sergej Rachmaninow - ein bemerkenswerter Meilenstein, der den Beginn ihrer vielversprechenden Karriere markierte.
Mit neunzehn Jahren zog Lika Bibileishvili nach München, wo sie bei Volker Banfield, Antti Siirala und Franz Massinger studierte. Im Jahr 2016 setzte sie ihre Ausbildung am Mozarteum in Salzburg bei Peter Lang fort. Den tiefgreifendsten Einfluss auf ihre künstlerische Entwicklung hatten jedoch ihre Studien bei dem legendären Dmitri Bashkirov. Der große Meister der russischen Klavierschule erkannte ihr außergewöhnliches Talent und förderte sie intensiv, was ihr den seltenen Status einer "Lieblingsschülerin" einbrachte.
2018 veröffentlichte Lika Bibileishvili ihr erstes Soloalbum bei dem renommierten Label Farao Classics mit Werken von Prokofjew, Ravel, Sibelius und Bartók. Die Aufnahme wurde sofort von der Kritik gelobt und in fünf Kategorien für den Opus Klassik (ehemals Echo Klassik) nominiert. Die Kritiker lobten sie als bemerkenswertes Debüt eines vielseitigen Künstlers:
- "Lika Bibileishvili spielt Sergej Prokofjews sechste Klaviersonate mit Schärfe, aber ohne selbstverliebte Brutalität... Für sie steht die Melodie, nicht die Mechanik im Mittelpunkt. ... Sie verfügt über Kraft, Beweglichkeit, Geschicklichkeit und musikalische Weitsicht." Dr. Jan Brachmann, Frankfurter Allgemeine Zeitung
- "Sie spielt Prokofjews Sonate mit Kraft und Ausdruck: Bitterkeit, Bedrohung, Ironie und geisterhafte Gestalten, die vorbeiziehen - ihre Interpretation evoziert überzeugende psychologische Bilder. Ihre Herangehensweise an Ravels 'Gaspard de la Nuit' ist atmosphärisch und poetisch, nicht so dicht wie die mancher anderer Pianisten, dafür aber in wunderbare Klangfarben getaucht." Pizzicato, Remy Franck
- "Mit ihrem Debütalbum präsentiert sich Lika Bibileishvili als facettenreiche junge Pianistin, die das virtuose Klavierrepertoire des 20. Jahrhunderts bereichert und eine Brücke zwischen spätromantischem Drama und modernen Einflüssen schlägt. Sie verbindet mühelos Leidenschaft, Eleganz, pianistische Brillanz und tiefgründigen musikalischen Ausdruck."
WDR 3, Tonart, Annabell Thiel
Neben diesen hervorragenden Kritiken würdigte die Süddeutsche Zeitung sie als außergewöhnliche Künstlerpersönlichkeit:
- Es ist an der Zeit, dass die Musikwelt diesen außergewöhnlichen Musiker entdeckt." Dr. Gottfried Knapp, Süddeutsche Zeitung
Lika Bibileishvili tritt regelmäßig in einigen der renommiertesten Konzertsäle Europas und Asiens auf, darunter die Münchner Philharmonie, der Herkulessaal und die Suntory Hall in Tokio. Sie ist eine gefragte Künstlerin bei renommierten Festivals wie dem Klavierfestival Ruhr, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Hohenloher Kultursommer und dem Carl Orff Festival in Andechs. Ein Höhepunkt ihrer Karriere war die Aufführung des ersten Klavierkonzerts von Dmitri Schostakowitsch beim Altmark Festival, begleitet vom Nationalen Symphonieorchester der Ukraine.
Ein weiterer Meilenstein in ihrem künstlerischen Schaffen war ihre Zusammenarbeit mit dem HR Broadcasting Corporation im Jahr 2018, wo sie Werke des renommierten georgischen Komponisten Giya Kancheli aufnahm. Dieses Projekt erhielt große Aufmerksamkeit und zeigte ihre Fähigkeit, die tiefen Emotionen und den einzigartigen Charakter von Kanchelis Musik mit bemerkenswerter Sensibilität zu vermitteln.
Ein Live-Mitschnitt ihres Solorezitals beim Klavierfestival Ruhr mit Beethovens Variationszyklen beweist ihre Virtuosität und ihre profunde musikalische Kunstfertigkeit. Ihre Interpretationen zeichnen sich durch raffinierten Geschmack, elektrisierendes Temperament und eine außergewöhnliche Palette an klanglicher Fantasie aus.
Lika Bibileishvili legt einen starken Fokus auf die großen Meisterwerke der Romantik, der Spätromantik und des Impressionismus. Ihr breit gefächertes Repertoire umfasst einige der anspruchsvollsten Werke der Klavierliteratur. Sie lässt sich von musikalischen Ikonen wie Sergej Rachmaninow, Arthur Rubinstein, Vladimir Horowitz und Sviatoslav Richter inspirieren.
Sie spricht fließend fünf Sprachen - Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch und Georgisch - und bringt eine globale Perspektive in ihre künstlerische Reise ein. Seit 2024 ist sie Dozentin an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst München.
Mit ihrer brillanten Technik, ihrer einzigartigen Klangsensibilität und ihrem breiten Spektrum an Ausdrucksmöglichkeiten zieht Lika Bibileishvili das Publikum in aller Welt in ihren Bann und hinterlässt einen bleibenden Eindruck in der internationalen Musikszene.
